Brustvergrößerung - Brustverkleinerung - Bruststraffung
Kosmetische Brustoperationen
Die Motive, warum eine Frau eine Brustvergrößerung oder eine Brustverkleinerung vornehmen lässt, sind individuell verschieden. Manchmal spielen rein ästhetische Gründe eine Rolle, manchmal gibt es aber auch medizinische Ursachen, zum Beispiel starke Rückenschmerzen bei zu schweren Brüsten oder Verspannungen und Bewegungseinschränkungen. Unumstritten ist, dass ein schöner Busen ein Symbol für Attraktivität ist und gleichbedeutend mit Weiblichkeit. Jedoch entspricht nur selten die tatsächliche weibliche Brust in Form und Größe dem Ideal – hier kann die plastische Chirurgie helfen.
Zu einer Brustverkleinerung entscheiden sich vor allem Frauen mit übergroßen oder hängenden Brüsten, die Brust wird durch den Eingriff kleiner, straffer und insgesamt fester. Oft ist hier auch gleichzeitig eine Bruststraffung von Nöten, was aber in einem Vorgespräch geklärt wird. Viele Frauen fühlen sich danach wesentlich selbstbewusster und können ihr Leben mehr genießen.
Es gibt mehr als zehn Methoden zur Brustverkleinerung, das richtige Verfahren ist abhängig von der Beschaffenheit der Brust und den Vorstellungen der Frau. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Volumen und die Formgebung der natürlichen Brust entsprechen – nur dann kann die Frau mit ihrer neu modellierten Brust auch zufrieden sein. Vor der Operation werden die Brüste genau vermessen und der Arzt zeichnet die späteren Schnitte auf die Hautoberfläche ein. Dabei unterscheidet man zwischen einer vertikalen Schnittführung und einem so genannten T-Schnitt. Die Narbe verläuft dann im Normalfall versteckt um die Brustwarzen und von dort aus in die Brustumschlagfalte, die Narbe ist im Normalfall sehr dünn und höchstens im Liegen zu sehen. Bei der Brustverkleinerung werden das Gewebe und die überschüssige Haut aus dem unteren Brustbereich entfernt und die neue Form wird modelliert. Meist werden die Brustwarzen an ihren Nerven und Blutgefäßen belassen und etwas höher wieder angenäht. Danach sollte die Patientin für einige Wochen einen stützenden Verband tragen, der für den nötigen Halt sorgt. Egal ob bei Brustvergrößerung, Brustverkleinerung oder Bruststraffung: Auf Alkohol und Nikotin sollte während der Behandlung verzichtet werden, also auch schon im Vorfeld. Nach der Operation sollte Entspannung und Ruhe auf der Tagesordnung stehen, körperliche Anstrengungen sollten für etwa acht Wochen tunlichst vermieden werden. Auch sollte man in den ersten Wochen auf Sauna und Solarium verzichten. Eventuelle Blutergüsse und Schwellungen verschwinden nach kurzer Zeit wieder. Erst nach etwa sechs Monaten kann man etwas über das endgültige Ergebnis sagen, wenn die Brust dann noch nicht ganz wie gewünscht ist, hilft oft schon ein kleiner Eingriff, um das Ergebnis zu verbessern.
Jede Operation birgt gewisse Risiken und Nebenwirkungen, leichte Schmerzen nach der OP sind normal und verschwinden nach kurzer Zeit wieder. In seltenen Fällen kann es zu Infektionen kommen, die aber sehr leicht zu behandeln sind. Die Wundverheilung ist von Person zu Person verschieden, bei schlechterer Wundheilung können die Narben unschön werden. Außerdem kann es zu Gewebespannungen und vorübergehenden Gefühlsstörungen in der Brust kommen.
Bei Brustvergrösserungen kommt oft noch eine natürlich wirkende Formgebung hinzu; wenn eine stark hängende Brust vergrößert werden soll, ist auch wieder eine zusätzliche Bruststraffung von Nöten. Im Regelfall wird der Patientin ein kissenartiges Implantat eingesetzt, das entweder vollständig oder anteilig aus Silikon ist. In der Silikonhülle befinden sich verschiedene Substanzen, meist Kochsalzlösung oder Silikongel, oft auch eine Mischung aus beidem. Silikonimplantate gibt es seit etwa 30 Jahren, der Vorteil bei diesem Material ist, dass Silikon kaum Einfluss auf die Entstehung von Autoimmunkrankheiten hat. Es ist auch erwiesen, dass eine Brustvergrösserung das Brustkrebsrisiko nicht erhöht.
Der Schnitt für die Brustvergrösserung erfolgt traditionell in der natürlichen Hautfalte unter der Brust, seltener rund um die Brustwarze oder in der Achselhöhle. Das Implantat wird dann entweder hinter dem Brustmuskel platziert oder davor. Man verwendet entweder runde Implantate, die einen ähnliche Effekt haben wie ein push-up-BH, was zwar allgemein als sexy eingeschätzt wird, aber eher unnatürlich aussieht, wenn man keinen Büstenhalter trägt, oder man entscheidet sich für Anatomische Implantate. Diese haben die Form eines Tropfens und folgen den natürlichen Linien des Körpers, was die Brust natürlicher aussehen lässt. Der gewünschte Effekt sollte vorher mit dem Chirurgen besprochen werden.
Manche Frauen lassen auch nur eine Bruststraffung bei sich machen, da ihre Brüste an Form, Fülle und Elastizität verloren haben. Bei dieser Methode wird das erschlaffte Gewebe neu geformt und die überschüssige Haut entfernt. Was auch immer man an seiner Brust ändern lassen möchte – eine ausführliche Beratung ist auf jeden Fall zu empfehlen.
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